Befinden wir uns aktuell bereits wieder in einem Bärenmarkt?

Befinden wir uns aktuell bereits wieder in einem Bärenmarkt?

Kurz-Interview mit dem Crypto Community & Research Manager der Calidris Fintech AG, Pierin Frizzoni.

  1. Herr Frizzoni, der Krypto Markt befindet sich aktuell ca. 40% unter dem Höchststand. Befinden wir uns aktuell bereits wieder in einem Bärenmarkt?

Aktuell herrscht eine grosse Unsicherheit im Markt, welche durch diverse Berichte bezüglich Krypto-Verboten und negativen Nachrichten aufgekommen ist. Das führt dazu, dass viele vor allem neue Anleger in Panik geraten und ihre Positionen unter Ihrem Einkaufswert verkaufen. Dies ist “gesund”, da der überhitzte Markt wieder etwas korrigieren konnte, um langfristig weiter ansteigen zu können. Aus meiner Sicht befinden wir uns trotz dieser kurzen und starken Korrektur immer noch in einem Aufwärtstrend, welcher sich im Verlaufe der nächsten Jahre noch verstärken wird. Wenn ich z.B. nur an den riesigen Amerikanischen Staatshaushalt und seiner Neuverschuldung denke, wird einiges an Kapital in den Krypto Markt fliessen.

 

  1. Sie sind bereits seit etlichen Jahren im Krypto Markt investiert, weshalb nahmen Sie die Herausforderung an, sich einem neuen Startup anzuschliessen?

Ich habe erlebt, wie der Krypto Markt vor allem medial stets ins schlechte Licht gerückt wurde; dies teils auch zu Recht, da auch viel Betrug stattgefunden hatte. Als Teil der Firma Calidris habe ich es mir zur Aufgabe gemacht, den Ruf der Kryptowährungen aufzubessern, dank neuer Regulation und den damit verbundenen Rechten für die Investoren wurde dafür ein rechtlicher Rahmen geschaffen. Denn die Blockchain Technologie bietet unendlich viele Anwendungsmöglichkeiten sowohl für die Finanzbranche als auch den Rest der Wirtschaft. Durch diese Voraussetzungen sehe ich für Calidris die Chance, einer der grössten Community Broker Europas werden zu können.

Zudem kann man durch die Mitarbeit in einem Startup enorm viel lernen und in diverse Bereiche und Aufgabengebiete Einblick nehmen. Man wächst nur, wenn man offen ist für Neues und bereit ist, die Komfortzone zu verlassen.

  1. Sollte Ihrer Meinung nach jede Person in Kryptowährungen investiert sein? Wenn ja, mit wieviel Prozent ihres Vermögens?

Aus meiner Sicht sollte jeder mit einem Teil seines Depots zur Diversifikation in Kryptowährungen investiert sein, denn ich sehe momentan keinen anderen Markt mit so viel Wachstumspotenzial, wie den Krypto Markt. Man kann mit einem kleinen Betrag starten und/oder monatlich eine Art Sparplan mit regelmässigen Investitionen tätigen. Die Gewichtung hängt von der persönlichen Risikobereitschaft und des Alters des Anlegers ab. Je besser man informiert ist, desto mehr Chancen kann man am Krypto Markt wahrnehmen.

  1. Was raten Sie Neulingen, welche frisch in den Krypto Markt einsteigen möchten?

Ich rate dazu, vor der ersten Investition ein gutes Mindset aufzubauen und dieses wenn nötig zu trainieren. Die Schlüssel für den langfristigen Erfolg in diesem Markt sind aus meiner Sicht Geduld, Investition in fundamental starke Projekte, keine allzu grosse Diversifikation und das lange Festhalten an starken Positionen. Man sollte nicht bloss blind dem Rat irgendeines Kollegen folgen, welcher sich nicht hauptberuflich mit dem Krypto Markt beschäftigt. Wenn keine eigene Recherche ausgeführt werden kann, sollte man sich unbedingt an ausgewiesene und erfahrene Experten wenden.

  1. Wie wird sich aus Ihrer Sicht der Krypto Markt in den nächsten 3-5 Jahren entwickeln?

Das Wissen und Bewusstsein für den Krypto Markt in der breiten Bevölkerung wächst stetig und dies wird noch weitergehen. Viele börsennotierte Firmen werden die verbesserten Zugänge nutzen, um in den Markt einzusteigen. Durch die erhöhte Nachfrage werden Banken und Vermögensverwalter Kryptowährungen bei Ihren Kunden standardmässig ins Portfolio mischen. Versicherungen und Finanzvermittler werden Krypto-Produkte wie Zertifikate oder Fonds vertreiben. Die Möglichkeit der Tokenisierung von Wertpapieren oder auch physische Dingen, wie z.B. Immobilien und Kunstgegenständen allein, werden innerhalb der nächsten 5 Jahre ein Volumen im Billionen Franken Bereich generieren. Zudem arbeiten über 80% der Zentralbanken an digitalen Zentralbankwährungen, was dem Markt einen enormen Schub geben wird. Der Krypto Markt wird als eigenständige und akzeptierte Anlageklasse angesehen werden. All diese Komponenten werden für ein konstantes Wachstum des Krypto Marktes in den nächsten 3-5 Jahren sorgen. Allerdings wird dieser Prozess meines Erachtens immer noch unter hoher Volatilität der Preise stattfinden.

Börseneigene Token – Wieso sind Sie so beliebt?

In der immer noch jungen Anlageklasse Kryptowährungen gibt es tausende von neuen Startups und Firmen, welche eigene Token/Coins herausgeben. Zu den mit Abstand profitabelsten Unternehmen im Krypto Bereich gehören dabei die Börsen selbst, auf denen diese Token/Coins der einzelnen Firmen gehandelt werden können.  

Seit dem Jahre 2017, als die Handelsbörse Binance als erstes damit angefangen hat, haben viele Börsen einen eignen Token/Coin herausgegeben, welche praktisch alle durchs Band hervorragend performt und eine erhebliche Wertsteigerung erreicht haben.  

Drei Thesen für die Beliebtheit von Börsen-Token: 

  1. Der Nutzen der Token ist leicht verständlich und nachvollziehbar. Meistens bieten die “Börsen-Token” den Besitzern Rabatte auf Handelsgebühren. Das versteht jeder Händler sofort und sieht direkt das Ergebnis davon, wenn er einen trade tätigt.
  2. Börsen machen gezielt Werbung für Ihren eigenen Token auf Ihrer Plattform und bieten diesen ständig an. Es vergeht kaum ein Kauf, ohne dass der Vorteil erwähnt wird, wenn man den eigenen Exchange Token besitzen und nutzen würde. Statistisch gesehen kauft ein Mensch ein Produkt, wenn er dieses mindestens7- Malpräsentiert bekommt bzw. erhöht dies zumindest enorm dessen Wahrscheinlichkeit.  
  3. Praktisch jedem Nutzer und Händler ist klar, dass Handelsbörsen sehr profitabel sind. Dies gibt Ihm Vertrauen in seine Investition und minimiert einen Totalverlust. 

Jeder möchte gerne ein Teil sein von Handelsbörsen 

Die Handelsplattform Binance, gerade mal seit dem Jahre 2017 operativ, hat im Jahr 2020 einen Gewinn von über $800 Millionen Dollar erwirtschaftet. Der Krypto-broker Coinbase gab kürzlich die Ergebnisse für sein bestes Quartal aller Zeiten bekannt und erzielte alleine im ersten Quartal 2021 einen Umsatz von 1,8 Milliarden Dollar. Doch als Exchange-Token Besitzer profitiert man nicht direkt davon, wenn solche enormen Profite erzielt werden, denn diese Börsen-Token sind nicht reguliert und es besteht kein Anrecht auf eine Beteiligung. Der grosse Profit kommt daher bloss den Aktionären und Inhabern zugute. 

Dies möchte nun ein aufstrebendes Liechtensteiner Unternehmen ändern, indem Ihr in Zukunft regulierter Token eine gestaffelte Gebührenrückzahlung anbietet, die darauf basiert, wie viel Token ein Händler besitzt und hält. Zudem wird der Firmenprofit an die Token Halter ausgeschüttet werden in Form einer Dividende. Somit wird es endlich möglich, ohne Aktionär zu sein, direkt vom Gewinn einer Handelsbörse zu profitieren. 

Stay tuned! 

Der “NFT” Hype erklärt

Der Terminus «NFT» macht aktuell im Krypto Kosmos die Runde. Ja es ist sogar nicht übertrieben, wenn man von einem regelrechten Hype spricht. Doch was bedeutet NFT überhaupt und wie funktioniert es?

NFT = Nicht-fungible-token.

“Nicht-fungibel” bedeutet, dass etwas einzigartig ist und nicht durch etwas anderes ersetzt werden kann. Konträr dazu ist zum Beispiel ein Bitcoin fungibel – tauscht man den einen gegen einen anderen Bitcoin, und man hat genau das Gleiche. Eine einmalige Sammelkarte hingegen ist beispielsweise nicht fungibel. Wenn man die Karte gegen eine andere tauschen würde, hätte man etwas völlig anderes.

Wie funktionieren NFTs?

Im Vergleich zu herkömmlichem Token wird bei NFTs eine zusätzliche Information auf der Blockchain gespeichert, welche sie anders funktionieren lassen. Dabei wird zu der digitalen Datei eine einzigartige Signatur geschaffen, die in der Blockchain gespeichert wird, nicht aber die Datei selbst.

NFTs können wirklich alles sein, was digital ist:Bilder, Musik, Videos oder sogar Tweets. Der aktuell jedoch grösste Hype dreht sich um das Thema digitale Kunst. Man kann nun also digitale Kunst sammeln, es offiziell sein Eigentum nennen und weiterverkaufen.

So hat kürzlich jemand tatsächlich beinahe 390.000 Dollar für ein 50-Sekunden-Video bezahlt. Und eine andere Person, sogar 6,6 Millionen Dollar für ein anderes Video, um es sein Eigentum nennen zu können.

NFTs bieten potenziell die Möglichkeit, Arbeiten zu verkaufen, für die es sonst vielleicht keinen Markt gibt wie beispielsweise digitale Sticker etc. Und die Kunstwerke können direkt weltweit angeboten werden, was ein Vorteil gegenüber lokalen Galerien ist.

Wenn man ein NFT kauft, erhält man normalerweise auch einige grundlegende Nutzungsrechte, wie z.B. die Möglichkeit, das Bild online zu stellen oder es als Profilbild zu verwenden. Ausserdem hat man auch das Recht, damit zu prahlen, dass man die Kunst besitzt, mit einem Blockchain-Eintrag als Beleg. NFTs kann man somit als ein digitales Echtheitszertifikat bezeichnen.

Einige Krypto-Experten prophezeien, dass via NFT zukünftig auch echte Häuser, Grundstücke oder Firmenanteile gehandelt werden.

NFTs können ebenfalls wie jede andere spekulative Anlage funktionieren, welche man kauft und hofft, dass ihr Wert eines Tages steigt, damit man sie mit Gewinn verkaufen kann.

Problematisch bei diesem neuen Trend: Man kann eine digitale Datei so oft kopieren, wie man will, einschliesslich der Kunst, die in einem NFT enthalten ist. Es kann sich um Bilder, Videos, Musikstücke oder Animationen handeln, die bereits auf Instagram, YouTube, Spotify oder sonst wo zu finden sind und vielleicht tausend- oder millionenfach kopiert wurden.

Sind NFTs die Zukunft?

Dies ist aktuell nicht einfach zu beantworten. Der technologische Fortschritt hat uns erst kürzlich erlaubt anzufangen damit zu experimentieren. Es wird sich zeigen, ob ein genug grosser Mehrwert und Nutzen durch deren Einsatz entstehen wird. Aktuell nehme ich eher, wie so oft bei neuen Dingen, eine Überbewertung des Potenzials wahr.

Stay tuned!

Wann kommt die Zeit der Security Token?

Bei Security Token handelt es sich um Wertpapiere, welche einen tatsächlich existierenden Vermögenswert wie beispielsweise eine Aktie oder eine Anleihe abbilden.

Das Eigentum wird dabei nur nicht via Papier, sondern über eine Blockchain, ein „digitales Kassenbuch“ abgewickelt und bestätigt.

Security Token bieten dem Investor unterschiedliche finanzielle Rechte wie beispielsweise Gewinndividende oder Eigenkapital. Dabei haben Security Token stets einen klaren Finanziellen Anreiz und werden von einer Finanzmarktaufsichtsbehörde reguliert.

Was wird Dank Security Token möglich? Ein Beispiel:

Während der Besitz von Immobilien eher den Vrmögenden vorbehalten ist, kann Bruchteils Eigentum mit Token auch finanzschwächeren Personen ermöglichen sich an einer Wohnung zu beteiligen. Wenn jemand aussteigen möchte, kann er seinen Anteil als Token simpel auf einem Marktplatz verkaufen. Das gleiche Modell kann für andere illiquide Vermögenswerte gelten, wie z. B. Kunst, Oldtimer und Rennpferde.

Aktuell ist das Volumen und die Nachfrage nach Security Token sehr gering. Dies hat vor allem zwei Hauptgründe. Zum einen gibt es erst rund zwei Dutzend solcher Token-Projekte und zweitens fehlen aktuell die verfügbaren Börsen, worauf man diese Titel handeln kann.

Beides könnte sich jedoch schnell zum Besseren wenden, da einige Börsen und auch neue interessante Security Token Projekte in den Startlöchern stehen.

Die Schweizer Börse SIX beispielsweise lanciert in diesem Jahr (Q2-3 2021) eine solche Security Token kompatible Börse namens SIX Digital Exchange (SDX).

Die Schweizer Börse SIX erwartet, dass ihre traditionelle Handelsplattform innerhalb eines Jahrzehnts von der Blockchain-Technologie überholt werden wird. Obwohl der Aktien- und Anleihehandel an der SIX und den meisten anderen Börsen mittlerweile vollelektronisch abläuft, basieren die zugrundeliegenden Verarbeitungsschritte oft auf alten Protokollen von Papier und Post. “Das bestehende System könnte in etwa 10 Jahren komplett durch die digitale Börse ersetzt werden”, sagte Thomas Zeeb, Leiter des Bereichs Wertpapiere und Börsen bei SIX.

Die SIX Digital Exchange (SDX) soll zunächst parallel zur bestehenden SIX-Plattform laufen, bei der ein Kauf oder Verkauf von Wertpapieren in drei Schritten und oft über mehrere Tage abgewickelt wird. Zwei dieser Schritte können dank dem Einsatz von Blockchain Technologie verschwinden, was bedeutet, dass eine Transaktion in Bruchteilen einer Sekunde abgeschlossen werden kann.

Auch andere Börsen sei es Stuttgart, Singapur oder auch Nasdaq (New York) haben dieses Potenzial der grösseren Effektivität erkannt und lancieren Ihrerseits digitale Ableger Ihrer offiziellen Börsen. Dies könnte schlussendlich den benötigten Anschub liefern um Volumen, Nachfrage und Vertrauen in den Handel von regulierten digitalen Wertpapieren zu bringen.

Stay tuned!

Welche Kryptowährung macht das Rennen?

In einem Markt in dem es über 6000 verschiedene Kryptowährungen gibt, sind tatsächlich Personen der Meinung, dass bis auf eine Kryptowährung alle mit der Zeit verschwinden werden. Diese Personen werden Bitcoin-Maximalisten genannt.
Die Überzeugung dieser Gruppe ist, dass alle anderen Krypto-Assets dem Bitcoin unterlegen sind und dass der Bitcoin der einzige
Gewinner in einer “Winner-takes-all”-Welt ist. Der Endzustand ist die “Hyperbitcoinisierung”, bei der das gesamte globale System von Geld, Wertübertragung und vertrauenswürdigem Eigentum auf der Bitcoin-Blockchain stattfinden wird.
Bitcoin ist dabei wie das Gallische Dorf, die einzige Festung, welche bestehen bleibt im finanziellen Chaos des Gelddruckens und der staatlichen Eingriffe.
Bitcoin bietet eine Welt, in der die Inflation nicht von den Zentralbanken angetrieben wird, sondern nur von zyklischer Nachfrage und Angebot. Jeder Bürger ist seine eigene Bank und die gesamte Finanzindustrie verschwindet, da alles mit Bitcoin und der Bitcoin-Blockchain dezentral erledigt wird, ganz ohne Drittparteien.

Dies ist eine verlockende Zukunft für viele. Es ist die Chance, eine Revolution zu starten. Es bietet den Menschen die Möglichkeit, ihr eigenes Leben selbst zu kontrollieren.

Es gibt jedoch auch noch weitere äusserst spannende Krypto Netzwerke und Blockchains ausserhalb von Bitcoin. Bitcoin ist zwar enorm sicher und Vertrauenswürdig, jedoch geht dies auf Kosten der Schnelligkeit und Funktionalität.
Fast alle alternativen Blockchain Lösungen sind jedoch aus unterschiedlichen Gründen ebenfalls suboptimal: Geschwindigkeit, Vertrauensniveau, Kosten, Flexibilität usw., und deshalb wird es wahrscheinlich mehrere Gewinner (und noch mehr Verlierer) geben.
Außerdem bedienen verschiedene Blockchain- und Krypto-Protokolle unterschiedliche Bedürfnisse. Nicht jedes dezentrale Netzwerk muss beispielsweise so vertrauenswürdig sein wie Bitcoin.

Die vielen unterschiedlichen Projekte stehen deshalb nicht wirklich in Konkurrenz zueinander, sie ergänzen sich eher. Sie alle zielen darauf ab, unterschiedliche Probleme zu lösen.
Und zusammen bilden sie das Digital Asset Ökosystem, welches um das Vielfache grösser ist als jedes einzelne dieser Ökosysteme für sich alleine betrachtet.
In der Zukunft werden wir wohl nicht sehen oder wissen, welches Protokoll was ausführt. Das neue dezentrale, auf Blockchain-Technologie basierende Internet wird einfach funktionieren. Wie ist dies möglich?
Es wird eine Interoperabilitätsschicht darauf aufgebaut werden, welche alles miteinander verbindet. Jede Art von Netzwerk kann angebunden werden.

Das ist Interoperabilität – die nahtlose Verbindung von allem zu etwas Benutzerfreundlichem. Und dieses fehlende Puzzelteil, das Projekt, welches Interoperabilität von Netzwerken ermöglicht gibt es bereits und erfreut sich kontinuierlich gesteigerter Beliebtheit.
Stay tuned!

Krypto-Markt Vorhersagen 2021

2020 war ein turbulentes jedoch sehr erfolgreiches Jahr für digitale Währungen und Protokolle rund um Bitcoin, Ethereum und Co..

Der Gesamtwert des Krypto-Marktes hat einen steilen Anstieg verbucht und dies trotz oder gerade wegen der globalen COVID-Pandemie.

  1. Digitale Zentralbankwährungen (CBDC`s) kommen auf

Die Bank für den Internationalen Zahlungsausgleich (BIS) veröffentlichte kürzlich einen Bericht aus dem hervorgeht, dass 80 % der Zentralbanken der Welt an einer Form von digitaler Währung arbeiten.

(https://www.bis.org/publ/othp33.pdf)

Dieser Prozess wird sich 2021 weiter verstärken, getrieben durch die stetig abnehmende Nutzung von Bargeld und der fortschreitenden Digitalisierung der Wirtschaft.

Die Bekämpfung von Geldwäsche und der Terrorismusfinanzierung gehören dabei zu den Zielen bei der Ausgabe einer digitalen Zentralbankwährung.

Um diese Ziele zu erreichen, muss eine digitale Zentralbankwährung konvertierbar, einfach zugänglich und kostengünstig sein. Das zugrunde liegende System sollte belastbar, rund um die Uhr verfügbar, flexibel und sicher für die Allgemeinheit sein.

Eine Digitale Zentralbankwährung hat die Möglichkeit, die Geldpolitik viel mehr zu beeinflussen als Bargeld. Denken Sie beispielsweise an variierende Echtzeit-Besteuerungen für Privatpersonen oder Firmen. Zudem sind damit auch unterschiedliche Zinssätze möglich und es entsteht eine allgemeine Transparenz aller Geldflüsse.

Digitale Zentralbankwährungen werden ab 2021 Realität werden.

 2.Unregulierten Coins geht’s an den Kragen

Ein Stablecoin ist die Klasse von Kryptowährungen, die versucht Preisstabilität zu bieten, da Sie an einen externen Wert gebunden ist wie beispielsweise den US-Dollar oder Gold.

Stablecoins agieren aktuell als eine Art Rettungsinsel für viele Bürger in Ländern mit Hyperinflation oder strengen Währungskontrollen.

Doch unregulierte Stablecoins wie Tether (1 Tether = 1 US Dollar) erfahren zunehmend regulatorischen Druck der US-Regierung.

Ein neuer Gesetzesentwurf fordert daher eine Banklizenz für Stablecoin-Emittenten wie Tether.

Auch andere Kryptowährungen wie Ripple werden zunehmend strenger Kontrolliert. Die US-Börsenaufsicht SEC stuft den Ripple als Wertschrift ein und nicht als Währung. Versäumt ein Coin sich zu registrieren und regulieren, wird jedoch als Wertpapier eingestuft von der Finanzbehörde, so ist dies ein Gesetzesverstoss. Ripple wird dabei bei weitem nicht der einzige Coin sein, welcher in diesem Jahr in den Fokus der Aufsichtsbehörde geraten wird.

3. Mehr Mainstream-Akzeptanz

Letztes Jahr gab es bereits eine bemerkenswerte Entwicklung in der Bitcoin-Adaption. Prominente Fintech-Unternehmen wie Square oder MicroStrategy investierten einen Grossteil Ihrer Cash Reserven in Bitcoin. Zudem hat der Zahlungsdienstleiter PayPal seinen über 300 Millionen Nutzern erlaubt, Bitcoin zu kaufen und zu verwahren.

Im Jahr 2021 werden wir wahrscheinlich eine Erweiterung dieser Mainstream Nachfrage sehen. Ein Grund dafür ist die stetig fortschreitende Abwertung der Staatswährungen wie beispielsweise dem US-Dollar.

  1. Der Durchbruch der Security Token

Security Token können eine Klage, wie sie Ripple bekommen hat nicht erhalten, denn sie werden von einer Finanzmarktaufsichtsbehörde reguliert und bewilligt. Investoren erhalten durch Security Token die Chance, zum Anteilseigner zu werden einer Firma, einer Immobilie oder einem Gemälde etc.. Diese Anteile sind in kleinste Einheiten (Coins/Token) aufteilbar und simpel übertragbar. Aktuell arbeiten über 20 Firmen am Aufbau von speziellen regulierten Börsen um Security Token handelbar zu machen, darunter auch die SIX Börse in der Schweiz. Eine Vielzahl dieser Börsen werden im Jahre 2021 an den Start gehen und dadurch für einen Aufschwung im Bereich der Security Token sorgen.