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Trading Strategien unter der Lupe

by | 28 Apr 2020

Vor dem Kauf von Kryptowährungen ist es empfehlenswert, dass Sie Ihre persönliche Investment-Strategie definieren.

Haben Sie die Absicht, am Ende des Tages zu verkaufen, oder für die kommenden Jahre zu “hodeln”?

Können Sie es sich leisten, den ganzen Tag vor dem Bildschirm zu verbringen? Oder können Sie nur ein paar Stunden pro Woche oder gar im Monat für den Handel aufwenden?

Streben Sie eine Rendite von 10 % oder einiges mehr an?

Stellen Sie sich diese Fragen, bevor Sie kaufen. Denn der Handel erfordert je nach Ihrer anfänglichen Strategie drastisch unterschiedliche Ansätze. Hier einige Beispiele unterschiedlicher Herangehensweisen:

 

Skalp-Handel

Skalping beschreibt das exakte Heraustrennen von kleinsten Profiten. Skalp-Handel ist, wenn Sie eine Position nur für ein paar Minuten oder gar nur wenige Sekunden geöffnet haben. Es geht darum, so schnell wie möglich gewinnbringend ein- und auszusteigen. Der Händler schaut bei der Identifizierung von Ein- und Ausstiegszielen gerne auf extrem kurze Zeitfenster, da der tägliche, wöchentliche und monatliche Trend seine Strategie nicht beeinflusst. Bei dieser Vorgehensweise werden viele sehr kurze Trades eingegangen. So ist es durchaus möglich, dass Sie am Ende eines Trading-Tages eine dreistellige Anzahl an Trades abgeschlossen haben.

 

Swing-Handel

Der Vorteil dieser Art des Handels ist im Gegensatz zum aktiven Daytrading oder Scalping, dass Sie nur einmal am Tag das Portfolio kontrollieren müssen. Dabei benötigen Sie nicht sehr viel Bildschirmzeit, da Sie nicht von der kurzfristigen Volatilität abhängig sind. Sie profitieren von der tatsächlichen Bildung des Trends, der nicht über Nacht geschieht, sondern bis zu ein paar Tage oder Wochen dauern kann. Hier ist es nicht erforderlich zu wissen, was in sehr kurzen Zeiträumen geschieht, da dies keinen Einfluss auf Ihre Strategie hat.

 

Tageshandel/Daytrading

Ist dem Skalp-Handel relativ ähnlich, mit dem einzigen Unterschied, dass Ihr Handel etwas länger dauert. Zur Maximierung seiner Gewinne nutzt ein «Daytrader» sogenannte „Hebel“, die das Verhältnis zwischen eigenem und geliehenen Geld beschreiben. Ein Hebel von 1:10 bedeutet z. B., dass der Händler nur 1/10 seines eigenen Geldes für den Handel einsetzt. Das restliche Geld leiht er sich als kurzfristigen Kredit von seinem Broker.

Der Vorteil liegt auf der Hand: Steigt ein Coin/Token um nur 1 %, so hat der Trader durch den Hebel von 1:10 einen Gewinn von 10 % erzielt. Auf der anderen Seite verzeichnet er bei einem Kursrückgang von 1 % aber auch 10 % Verlust. Ähnlich wie beim Skalp-Handel wird der Wochen- und Monatstrend seine Strategie nicht beeinflussen.

 

Langzeit/Hodling

Ist bei weitem die entspannteste Strategie, weil Sie die Chart-Formationen nicht wochen-, monate- oder jahrelang überprüfen müssen. Der Kauf erfolgt dabei nicht aufgrund der technischen Einzelheiten des Charts, sondern aufgrund der fundamentalen Grundlage des Projekts. Da Sie hoffen, dass die Leute nach einer gewissen Zeit bereit sind, viel mehr für diesen Coin/Token auszugeben, als Sie es ursprünglich getan haben.

 

Zusammenfassung

Als Daytrader und mit der Skalp Strategie verbringen Sie praktisch den ganzen Tag hinter dem Bildschirm, während Sie als Langzeit «Hodler» und Swing-Händler diese Zeit anderweitig nutzen können. Gehen Sie einem normalen Job nach, so können Sie mit den letzteren beiden Strategien idealerweise sogar von zwei Einkommen profitieren – von Ihrem Gehalt und von den Erträgen aus Ihren langfristigen Krypto-Investments. Das Gesamteinkommen ist in diesen Fällen evtl. sogar höher als das eines Kurzfristigen-Traders.