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Der Corona Crash und Cryptos

by | 21 Apr 2020

Wenn Sie neu im Markt der Kryptowährungen sind, dann kann die Volatilität des Marktes für Sie sehr zermürbend sein.

Aufgrund der Corona Pandemie kam es Anfang März an den Märkten zu einem enormen Preissturz innerhalb sehr kurzer Zeit.

Natürlich haben neue Investoren in diesem Markt jetzt Angst und es herrscht Unsicherheit.

Es ist jedoch wichtig zu verstehen, dass Volatilität und der Krypto-Markt Hand-in-Hand gehen.

 Nehmen wir die grösste Kryptowährung Bitcoin als Beispiel.

Im Jahre 2017 z. B. hat der Bitcoin fünf Korrekturen von minus 30 % oder mehr erlebt.

Wir haben „Crashs“ von 34 %, 33 %, 39 %, 40 % und 30 % gesehen.

Und all das innerhalb nur eines Jahres.

Zum Vergleich: der US Stock-Markt hat vor Corona seit fast einem Jahrzehnt keinen Crash von 30 % oder mehr erlebt.

 Wenn wir die gesamte Historie des Bitcoin nehmen, so können wir sehen, dass grosse Korrekturen absolut normal sind.

 – Im Jahr 2011 ist der Bitcoin um 93 % gesunken

– Im Jahr 2013 ist der Bitcoin um 70 % gesunken

– Und über die Jahre 2014 und 2015 sank Bitcoin um total 86 %

Es empfielt sich, sich nicht gross mit den täglichen Preisbewegungen zu beschäftigen, sondern auf das langfristige, grosse Bild zu fokussieren.

 

Was spricht mittel- bis langfristig für Kryptowährungen?

Eines der grössten Hindernisse für grosse Institutionen wieBanken, Finanzfirmen, Versicherungen, Pensionskassen in den Kryptomarkt einzusteigen ist überwunden.

Das bisherige Hindernis für den Einstieg war die sichere und regulierte Aufbewahrung und Sicherung der Guthaben.

Solche grossen Institutionen brauchen eine dritte Partei, welcher sie vertrauen können, um die Vermögenswerte ihrer Kunden sicher aufbewahren zu können.

Mittlerweile gibt es regulierte und anerkannte Investment Vehikel im Kryptomarkt. Es werden Futures und Optionen von Bitcoin beispielsweise an der Börse in Chicago gehandelt. Und Banken haben Rechtssicherheit, um Kryptowährungen aufbewahren zu dürfen.

In der vergangenen Woche begann die US-Regierung damit,Stimulus-Checks an berechtigte US-Bürger zu verschicken. Daten deuten darauf hin, dass einige US-Bürger mit ihren 1.200-Dollar-Coronavirus-Stimulus-Checks tatsächlich Kryptowährungen gekauft haben könnten. Je mehr Unsicherheit im Zusammenhang mit Staatswährungen herrscht, je mehr wird nach einer Alternative Ausschau gehalten, welche nicht beliebig vermehrt werden kann. Das ist der Bitcoin.

Hinzu kommt im Mai 2020 das Bitcoin-Halving, das die Block-Belohnung auf nur noch 6,25 BTC halbiert. Damitwird die Anstiegsrate von Bitcoin auf 1,7 % pro Jahr abgesenkt.

Das Stock-To-Flow Modell (S2F) -ein Prognosemodell, das die aktuelle Umlaufmenge (Stock) mit der Anstiegsrate (Flow) in Relation setzt, um daraus Rückschlüsse auf die Preisentwicklung eines Vermögenswertes zu ziehen -berechnet für Bitcoin im Anschluss an das Halving eine ähnliche Knappheit wie Gold.

 Dies kann Bitcoin zu einem ernstzunehmenden, unabhängigen Wertaufbewahrungsmittel machen.