Kurz-Interview mit Chief Operating Officer der Calidris Fintech AG, Frank Kallmeyer:

  1. Herr Kallmeyer, Sie haben international bei Banken und Vermögensverwaltungen gearbeitet, was hat Sie dazu bewegt sich im Jahre 2018 einem Startup anzuschliessen?

Aufgrund der Tatsache, dass es im Jahre 2018 absehbar war, dass sich die Kryptowährungen und Ihre Vorzüge als Assetklasse etablieren werden und Regulatoren wie die FMA Liechtenstein bereits an einem Gesetzesentwurf für Kryptowährungen gearbeitet haben, entschloss ich mich in diesem Bereich tätig zu werden. Als ich auf die Calidris Fintech AG traf, stellte ich fest, dass sich die Firmenphilosophie und Ihr Vorhaben mit meinen Vorstellungen deckten. Das war der Grund warum ich mich der Calidris Fintech AG angeschlossen habe.

  1. Sie waren auch als Börsenterminhändler tätig, wo sehen Sie die Gemeinsamkeiten sowie Unterschiede zwischen dem Krypto Markt und den etablierten Märkten?

Da sich der Krypto Markt noch in seiner Entwicklung befindet, ist das Handelsvolumen dem entsprechend klein gegenüber etablierten Märkten. Des Weiteren ist festzustellen, dass aufgrund der geringeren Handelsvolumen extrem hohe Volatilitäten herrschen. Auch von der rechtlichen Seite ist festzuhalten, dass weltweit betrachtet erst wenige Länder über eine Regulierung verfügen und da die Krypto Börsen die Coins selbst aufbewahren, sind sie oft das Ziel von Hackern. Grundsätzlich ist der Preisbildungsmechanismus derselbe, wie bei etablierten Märkten und die Verwerfungen, welche man aktuell im Krypto Markt beobachten kann, sind ähnlicher Natur wie in den frühen 2000er Jahren bei den Internetfirmen sprich der .com Blase. Die Verbriefung brachte in den 1980er Jahren eine Revolution hervor und wird nun durch die sogar noch weitreichendere Tokenisierung abgelöst.

  1. Was waren die Beweggründe Ihrer Firma, um Ihren Token regulieren zu lassen? Man hätte eine Token- Emission auch einfacher und kostengünstiger lösen können.

Im Jahre 2016-2018 konnte man viele unregulierte ICO Coin Erstemissionen beobachten, welche sich als Betrug herausstellten. Infolgedessen mussten die staatlichen Regulierungsbehörden eingreifen und entsprechende Massnahmen durchsetzen. Calidris Fintech AG hat von Anfang an auf ein reguliertes Security-Token Offering gesetzt, um seinen Investoren und den staatlichen Behörden gerecht zu werden. Es handelt sich, um einen beträchtlichen Mehraufwand einen STO aufzusetzen aber diese Entscheidung wird sich langfristig aus unserer Sicht auszahlen.

  1. Es gibt bereits hunderte diverse Handelsplattformen am Markt, weshalb lancieren Sie nun eine weitere?

Sicherlich existieren bereits viele Handelsplattformen am Markt, aber Calidris fährt einen komplett neuen Ansatz. Dank unserem Plattform-eigenen regulierten Token können wir Tokenhaltern, welche über unsere Handelsplattform agieren einen täglichen Cashback auf Ihr Volumen vergüten. Des Weiteren kommt der Tokenhalter in den Genuss zukünftig zu erwartender Dividendenzahlung seitens Calidris. Mit diesem Ansatz geht Calidris einen einzigartigen Weg und wir sind überzeugt langfristig über diesen Mechanismus eine grosse Handels-Community für uns gewinnen zu können.

  1. Regulierte Börsenplätze und Security Token, wie Ihre Firma einen herausgibt, sind kaum vorhanden und dementsprechend fehlt es an Liquidität und Nachfrage. Sehen Sie dies als grosses Risiko?

Aktuell sind viele grosse etablierte Börsen wie zum Beispiel die SIX Digital Exchange dabei Coin Handelsplätze zu lancieren. Wir gehen davon aus, dass die ersten am Ende dieses Jahres Ihre Arbeit aufnehmen werden. Es ist seitens der Calidris angestrebt, genau an solchen Handelsplätzen ein Listing umzusetzen. Es darf erwartet werden, dass es an solchen Börsen ausreichend Volumen gibt, da diese auch von Institutionellen genutzt werden.

  1. Wie wird sich der Zielmarkt Ihrer Meinung nach entwickeln in den nächsten 3-5 Jahren?

In den kommenden Jahren wird sich der Trend der Digitalisierung meiner Meinung nach noch beschleunigen und Unternehmen, welche sich in diesem Umfeld bewegen werden, generell hohe Wachstumszahlen aufzeigen.

Des Weiteren hat sich die Blockchain Technologie in vielen Anwendungsmöglichkeiten etabliert und bekommt dadurch eine zunehmende Akzeptanz breiter Bevölkerungsschichten. Im Finanzbereich haben die staatlichen Regulierungsbehörden angefangen einen rechtlichen Rahmen zu schaffen, der das Vertrauen der Marktteilnehmer erheblich steigert und für einen wahren Wachstumsschub sorgen wird.

Vielen Dank für diese spannenden Ausführungen. Stay tuned!

Bitcoin Risiko Analyse – Wie gefährlich ist ein Investment wirklich?

Bitcoin Risiko Analyse – Wie gefährlich ist ein Investment wirklich?

Wir als Fintech Unternehmen, die wir sehr eng mit dem Krypto Markt verknüpft sind, sehen diesen Markt fast ausschliesslich in einem guten Licht.

Trotzdem sollte man Situationen stets möglichst objektiv und gesamtheitlich betrachten. Daher werfen wir nun einen Blick auf die Risiken, welche bei einer Investition in die grösste Kryptowährung, den Bitcoin, auftreten können.

  1. Volatilität

Bitcoin hat historisch seit seiner Gründung im Jahre 2009 durchschnittlich eine Rendite von 210 % pro Jahr erzielt, was unglaublich gut ist. Doch diese Rendite ist nicht schön konstant Jahr für Jahr zustande gekommen, sondern eher in grossen Aufschwüngen und verbunden mit starken Korrekturen. Ein guter Assetmanager wird nicht bloss an der reinen Rendite gemessen, sondern vor allem daran, wie viel Risiko er für die Rendite in Kauf genommen hat, bzw. wie sehr seine Positionen zwischenzeitlich im negativen Bereich waren. Dies kann beim Bitcoin gut und gerne mal bei -60 bis -80 % sein, was je nach Einstiegspunkt riskant ist.

  1. Liquidität

Die gesamte Marktkapitalisierung von Bitcoin ist immer noch winzig im Vergleich zu anderen Anlageklassen (wenn auch schnell steigend). Daher gibt es reale Kosten, die mit dem Einsatz von Kapital in Bitcoin verbunden sind. Gemeint ist, dass man beim Kauf aufpassen muss, dass mit der eigenen Investition der Preis der jeweiligen Kryptowährung nicht in die Höhe getrieben wird. Die jüngsten hochkarätigen Bitcoin-Investitionen von MicroStrategy, Square und anderen zeigen jedoch, dass es langsam möglich ist, in grösserem Stil zu allokieren.

  1. Transaktionskosten

Die Kosten für den Kauf und Verkauf an einer Börse sind im Vergleich zu anderen Anlageklassen viel zu hoch. Diese Tatsache frisst einiges der erzielten Performance und erschwert ein aktives Trading. Es darf erwartet werden, dass sich die Kosten mit der Zeit an die anderen Anlageklassen angleichen werden.

  1. Operative Risiken

Zentrale Frage: Wo bewahrt man den kostbaren Bitcoin sicher auf?

Man kann ein privates Wallet (Hard oder Software) nutzen, was technisch nicht ganz einfach ist. Die Verantwortung und das Risiko des Verlustes liegen nun in der eigenen Hand. Custody-Lösungen erlauben, das Risiko der Aufbewahrung des privaten Schlüssels von der eigenen Person auf die Verwahrungsorganisation zu übertragen, welcher dann vertraut werden muss. Das Risiko wird dabei übertragen, aber nicht reduziert.

Man kann Bitcoin auch auf der Börse lassen, diese haben sich in den letzten Jahren gut weiterentwickelt; da gibt es jedoch immer noch das Hacker Risiko. Es fehlt aktuell noch eine sowohl sichere wie auch einfache Lösung, um Bitcoin noch mehr Kredibilität zu verleihen.

  1. Transaktion Risiko

Eine der grössten Stärken von Bitcoin, die Möglichkeit einen Wert unabhängig jeglicher Drittinstanzen, rund um die Uhr und in egal welchem Volumen zu Mindestpreisen zu transferieren, ist gleichzeitig mit Risiken verbunden.

Transaktionen sind unumkehrbar, ein Senden an eine falsche Adresse führt aktuell noch zum Totalverlust, was ziemlich abschreckend ist. Da braucht es Lösungen, um fälschlich versendete Transaktionen rückgängig machen zu können oder diesen Umstand gar nicht auftreten zu lassen.

  1. Regulierung

Bitcoin wurde jahrelang von den Regierungen belächelt und nicht ernst genommen. Nun mit steigender Grösse, Nutzeranzahl und Marktkapitalisierung dürfte Bitcoin auf dem Radar jeder Regierung sein. Spätestens, als kürzlich das mittelamerikanische Land El Salvador den Bitcoin auf die gleiche Ebene wie den US-Dollar stellte. Dies dürfte speziell der USA nicht gefallen. Bitcoin dürfte mehr und mehr ein Dorn im Auge der weltweiten Nationalbanken, welche gerne die alleinige Kontrolle haben, wenn es um das Geldsystem geht, sein. Es droht damit eine strengere und stärkere Regulierung mit ungewissem Ausgang.

  1. 51%-Angriff oder Kodierungsfehler

Da das Bitcoin-System digital, autonom und auf tausenden Rechnern weltweit verteilt aufgebaut ist, besteht das Risiko, dass böse Akteure (Haker) das Netzwerk angreifen wollen, um eine Mehrheit zu erhalten und danach Manipulation zu betreiben. Ein plötzlich auftretender Fehler im Code ist ein weiterer Risikofaktor, welcher den Preis wohl erheblich negativ beeinflussen würde.

  1. Marktmanipulation

Aktuell reicht ein Twitter Post des weltweit bekannten Unternehmers Elon Musk (Tesla) aus, um den Bitcoin Preis nach seinem Gusto zu steuern. Dies deutet auf fehlende Marktgrösse, sowie ein geringes Vertrauen in die eigene Position der Investoren hin. Dies ist ein zusätzliches externes und kaum zu berechnendes Risiko bezüglich einer Bitcoin Investition.

Weiter können aktuell noch unbekannte Risiken auftreten, wie die globale Covid Pandemie als ein Beispiel dienen kann. Das Bewusstsein all dieser Faktoren kann helfen, Entscheidungen zu treffen und optimal vorbereitet zu sein; sowohl mental als auch technisch.

Stay tuned!

 

Historisch – Bitcoin wird zu Geld – was sind die Folgen davon?

El Salvador, ein armes Land mit ca. 6 Millionen Einwohnern in Südamerika, geprägt von Korruption und Gewalt nutzt die Gunst der Stunde und wird das erste Land, welches Bitcoin offiziell als Gesetzliches Zahlungsmittel neben dem US-Dollar akzeptiert.

Das Gesetz sieht in Zukunft vor, dass jeder Händler Bitcoin als Zahlungsmittel annehmen muss, der technisch dazu in der Lage ist. Auch Steuern können demnach in der Kryptowährung bezahlt werden.

Welche Vorteile und Nutzen ergeben sich aus diesem Schritt?

Der Vorteil der Erste zu sein. Diese «first mover advantage» kann sich dementsprechend auswirken, dass El Salvador an Popularität und Attraktivität gewinnen wird. Denn es wird in die Geschichte eingehen und viele Millionen Bitcoin Anhänger könnten den Tourismus ankurbeln und mehr Innovation in das Land tragen.

Die Notenbank könnte Bitcoin als Reservewährung halten und so Werte speichern. Dadurch könnte das Land langfristig vermögender werden und auch das bestehende Vermögen absichern.

Millionen von El Salvador Bürgern arbeiten im nahen Ausland und senden regelmässig Geld an ihre Familien zuhause. Dies wird bisher über Anbieter wie Western Union abgewickelt, welche sehr hohe Gebühren erheben für diesen Service. Diese Unverschämtheit ist nun ebenfalls Geschichte. Denn mit Apps wie «Strike» ist es nun möglich, in Echtzeit über das Blockchain Netzwerk Geld oder Bitcoin zu überweisen; gebührenfrei und ohne ein Bankkonto zu benötigen. Was ein sehr wichtiger Punkt ist, denn ca. 70% der in El Salvador lebenden Menschen sind nicht im Besitz eines Bankkontos; jedoch praktisch jeder hat ein Smartphone.

Dieser Schritt kann als Inspiration für weitere Länder dienen, welche die Fairness, Demokratie und Gerechtigkeit in Ihrem Staat und speziell dem Geldsystem erhöhen und fördern möchten. Es darf erwartet werden, dass Schritt für Schritt weitere Länder (in Südamerika, Asien und Afrika) folgen werden. Und der «Bitcoin Standard» als die neue Reservewährung der Welt könnte Realität werden.

Während sich die Mainstream-Medien bei der Publizierung der El Salvador News erneut keinen Seitenhieb bezüglich des hohen Energieverbrauchs durch das Mining ersparen konnten, produziert Bitcoin, von über 75% erneuerbaren Elektrizitätsquellen unterstützt, wie ein Schweizer Uhrwerk alle 10 Minuten einen Block und verbessert das Leben von Millionen von Menschen.

Stay tuned!

Befinden wir uns aktuell bereits wieder in einem Bärenmarkt?

Befinden wir uns aktuell bereits wieder in einem Bärenmarkt?

Kurz-Interview mit dem Crypto Community & Research Manager der Calidris Fintech AG, Pierin Frizzoni.

  1. Herr Frizzoni, der Krypto Markt befindet sich aktuell ca. 40% unter dem Höchststand. Befinden wir uns aktuell bereits wieder in einem Bärenmarkt?

Aktuell herrscht eine grosse Unsicherheit im Markt, welche durch diverse Berichte bezüglich Krypto-Verboten und negativen Nachrichten aufgekommen ist. Das führt dazu, dass viele vor allem neue Anleger in Panik geraten und ihre Positionen unter Ihrem Einkaufswert verkaufen. Dies ist «gesund», da der überhitzte Markt wieder etwas korrigieren konnte, um langfristig weiter ansteigen zu können. Aus meiner Sicht befinden wir uns trotz dieser kurzen und starken Korrektur immer noch in einem Aufwärtstrend, welcher sich im Verlaufe der nächsten Jahre noch verstärken wird. Wenn ich z.B. nur an den riesigen Amerikanischen Staatshaushalt und seiner Neuverschuldung denke, wird einiges an Kapital in den Krypto Markt fliessen.

 

  1. Sie sind bereits seit etlichen Jahren im Krypto Markt investiert, weshalb nahmen Sie die Herausforderung an, sich einem neuen Startup anzuschliessen?

Ich habe erlebt, wie der Krypto Markt vor allem medial stets ins schlechte Licht gerückt wurde; dies teils auch zu Recht, da auch viel Betrug stattgefunden hatte. Als Teil der Firma Calidris habe ich es mir zur Aufgabe gemacht, den Ruf der Kryptowährungen aufzubessern, dank neuer Regulation und den damit verbundenen Rechten für die Investoren wurde dafür ein rechtlicher Rahmen geschaffen. Denn die Blockchain Technologie bietet unendlich viele Anwendungsmöglichkeiten sowohl für die Finanzbranche als auch den Rest der Wirtschaft. Durch diese Voraussetzungen sehe ich für Calidris die Chance, einer der grössten Community Broker Europas werden zu können.

Zudem kann man durch die Mitarbeit in einem Startup enorm viel lernen und in diverse Bereiche und Aufgabengebiete Einblick nehmen. Man wächst nur, wenn man offen ist für Neues und bereit ist, die Komfortzone zu verlassen.

  1. Sollte Ihrer Meinung nach jede Person in Kryptowährungen investiert sein? Wenn ja, mit wieviel Prozent ihres Vermögens?

Aus meiner Sicht sollte jeder mit einem Teil seines Depots zur Diversifikation in Kryptowährungen investiert sein, denn ich sehe momentan keinen anderen Markt mit so viel Wachstumspotenzial, wie den Krypto Markt. Man kann mit einem kleinen Betrag starten und/oder monatlich eine Art Sparplan mit regelmässigen Investitionen tätigen. Die Gewichtung hängt von der persönlichen Risikobereitschaft und des Alters des Anlegers ab. Je besser man informiert ist, desto mehr Chancen kann man am Krypto Markt wahrnehmen.

  1. Was raten Sie Neulingen, welche frisch in den Krypto Markt einsteigen möchten?

Ich rate dazu, vor der ersten Investition ein gutes Mindset aufzubauen und dieses wenn nötig zu trainieren. Die Schlüssel für den langfristigen Erfolg in diesem Markt sind aus meiner Sicht Geduld, Investition in fundamental starke Projekte, keine allzu grosse Diversifikation und das lange Festhalten an starken Positionen. Man sollte nicht bloss blind dem Rat irgendeines Kollegen folgen, welcher sich nicht hauptberuflich mit dem Krypto Markt beschäftigt. Wenn keine eigene Recherche ausgeführt werden kann, sollte man sich unbedingt an ausgewiesene und erfahrene Experten wenden.

  1. Wie wird sich aus Ihrer Sicht der Krypto Markt in den nächsten 3-5 Jahren entwickeln?

Das Wissen und Bewusstsein für den Krypto Markt in der breiten Bevölkerung wächst stetig und dies wird noch weitergehen. Viele börsennotierte Firmen werden die verbesserten Zugänge nutzen, um in den Markt einzusteigen. Durch die erhöhte Nachfrage werden Banken und Vermögensverwalter Kryptowährungen bei Ihren Kunden standardmässig ins Portfolio mischen. Versicherungen und Finanzvermittler werden Krypto-Produkte wie Zertifikate oder Fonds vertreiben. Die Möglichkeit der Tokenisierung von Wertpapieren oder auch physische Dingen, wie z.B. Immobilien und Kunstgegenständen allein, werden innerhalb der nächsten 5 Jahre ein Volumen im Billionen Franken Bereich generieren. Zudem arbeiten über 80% der Zentralbanken an digitalen Zentralbankwährungen, was dem Markt einen enormen Schub geben wird. Der Krypto Markt wird als eigenständige und akzeptierte Anlageklasse angesehen werden. All diese Komponenten werden für ein konstantes Wachstum des Krypto Marktes in den nächsten 3-5 Jahren sorgen. Allerdings wird dieser Prozess meines Erachtens immer noch unter hoher Volatilität der Preise stattfinden.

Börseneigene Token – Wieso sind Sie so beliebt?

In der immer noch jungen Anlageklasse Kryptowährungen gibt es tausende von neuen Startups und Firmen, welche eigene Token/Coins herausgeben. Zu den mit Abstand profitabelsten Unternehmen im Krypto Bereich gehören dabei die Börsen selbst, auf denen diese Token/Coins der einzelnen Firmen gehandelt werden können.  

Seit dem Jahre 2017, als die Handelsbörse Binance als erstes damit angefangen hat, haben viele Börsen einen eignen Token/Coin herausgegeben, welche praktisch alle durchs Band hervorragend performt und eine erhebliche Wertsteigerung erreicht haben.  

Drei Thesen für die Beliebtheit von Börsen-Token: 

  1. Der Nutzen der Token ist leicht verständlich und nachvollziehbar. Meistens bieten die «Börsen-Token» den Besitzern Rabatte auf Handelsgebühren. Das versteht jeder Händler sofort und sieht direkt das Ergebnis davon, wenn er einen trade tätigt.
  2. Börsen machen gezielt Werbung für Ihren eigenen Token auf Ihrer Plattform und bieten diesen ständig an. Es vergeht kaum ein Kauf, ohne dass der Vorteil erwähnt wird, wenn man den eigenen Exchange Token besitzen und nutzen würde. Statistisch gesehen kauft ein Mensch ein Produkt, wenn er dieses mindestens7- Malpräsentiert bekommt bzw. erhöht dies zumindest enorm dessen Wahrscheinlichkeit.  
  3. Praktisch jedem Nutzer und Händler ist klar, dass Handelsbörsen sehr profitabel sind. Dies gibt Ihm Vertrauen in seine Investition und minimiert einen Totalverlust. 

Jeder möchte gerne ein Teil sein von Handelsbörsen 

Die Handelsplattform Binance, gerade mal seit dem Jahre 2017 operativ, hat im Jahr 2020 einen Gewinn von über $800 Millionen Dollar erwirtschaftet. Der Krypto-broker Coinbase gab kürzlich die Ergebnisse für sein bestes Quartal aller Zeiten bekannt und erzielte alleine im ersten Quartal 2021 einen Umsatz von 1,8 Milliarden Dollar. Doch als Exchange-Token Besitzer profitiert man nicht direkt davon, wenn solche enormen Profite erzielt werden, denn diese Börsen-Token sind nicht reguliert und es besteht kein Anrecht auf eine Beteiligung. Der grosse Profit kommt daher bloss den Aktionären und Inhabern zugute. 

Dies möchte nun ein aufstrebendes Liechtensteiner Unternehmen ändern, indem Ihr in Zukunft regulierter Token eine gestaffelte Gebührenrückzahlung anbietet, die darauf basiert, wie viel Token ein Händler besitzt und hält. Zudem wird der Firmenprofit an die Token Halter ausgeschüttet werden in Form einer Dividende. Somit wird es endlich möglich, ohne Aktionär zu sein, direkt vom Gewinn einer Handelsbörse zu profitieren. 

Stay tuned! 

Der «NFT» Hype erklärt

Der Terminus «NFT» macht aktuell im Krypto Kosmos die Runde. Ja es ist sogar nicht übertrieben, wenn man von einem regelrechten Hype spricht. Doch was bedeutet NFT überhaupt und wie funktioniert es?

NFT = Nicht-fungible-token.

«Nicht-fungibel» bedeutet, dass etwas einzigartig ist und nicht durch etwas anderes ersetzt werden kann. Konträr dazu ist zum Beispiel ein Bitcoin fungibel – tauscht man den einen gegen einen anderen Bitcoin, und man hat genau das Gleiche. Eine einmalige Sammelkarte hingegen ist beispielsweise nicht fungibel. Wenn man die Karte gegen eine andere tauschen würde, hätte man etwas völlig anderes.

Wie funktionieren NFTs?

Im Vergleich zu herkömmlichem Token wird bei NFTs eine zusätzliche Information auf der Blockchain gespeichert, welche sie anders funktionieren lassen. Dabei wird zu der digitalen Datei eine einzigartige Signatur geschaffen, die in der Blockchain gespeichert wird, nicht aber die Datei selbst.

NFTs können wirklich alles sein, was digital ist:Bilder, Musik, Videos oder sogar Tweets. Der aktuell jedoch grösste Hype dreht sich um das Thema digitale Kunst. Man kann nun also digitale Kunst sammeln, es offiziell sein Eigentum nennen und weiterverkaufen.

So hat kürzlich jemand tatsächlich beinahe 390.000 Dollar für ein 50-Sekunden-Video bezahlt. Und eine andere Person, sogar 6,6 Millionen Dollar für ein anderes Video, um es sein Eigentum nennen zu können.

NFTs bieten potenziell die Möglichkeit, Arbeiten zu verkaufen, für die es sonst vielleicht keinen Markt gibt wie beispielsweise digitale Sticker etc. Und die Kunstwerke können direkt weltweit angeboten werden, was ein Vorteil gegenüber lokalen Galerien ist.

Wenn man ein NFT kauft, erhält man normalerweise auch einige grundlegende Nutzungsrechte, wie z.B. die Möglichkeit, das Bild online zu stellen oder es als Profilbild zu verwenden. Ausserdem hat man auch das Recht, damit zu prahlen, dass man die Kunst besitzt, mit einem Blockchain-Eintrag als Beleg. NFTs kann man somit als ein digitales Echtheitszertifikat bezeichnen.

Einige Krypto-Experten prophezeien, dass via NFT zukünftig auch echte Häuser, Grundstücke oder Firmenanteile gehandelt werden.

NFTs können ebenfalls wie jede andere spekulative Anlage funktionieren, welche man kauft und hofft, dass ihr Wert eines Tages steigt, damit man sie mit Gewinn verkaufen kann.

Problematisch bei diesem neuen Trend: Man kann eine digitale Datei so oft kopieren, wie man will, einschliesslich der Kunst, die in einem NFT enthalten ist. Es kann sich um Bilder, Videos, Musikstücke oder Animationen handeln, die bereits auf Instagram, YouTube, Spotify oder sonst wo zu finden sind und vielleicht tausend- oder millionenfach kopiert wurden.

Sind NFTs die Zukunft?

Dies ist aktuell nicht einfach zu beantworten. Der technologische Fortschritt hat uns erst kürzlich erlaubt anzufangen damit zu experimentieren. Es wird sich zeigen, ob ein genug grosser Mehrwert und Nutzen durch deren Einsatz entstehen wird. Aktuell nehme ich eher, wie so oft bei neuen Dingen, eine Überbewertung des Potenzials wahr.

Stay tuned!

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